Der SH-Schalter ist ein strombegrenzendes, mechanisches Schaltgerät ohne aktive elektronische Bauelemente, das in der Lage ist, unter betriebsmäßigen Bedingungen Ströme einzuschalten, zu führen und abzuschalten. Er muss besonderen Selektivitätsanforderungen zu vor- und nachgeschalteten Überstromschutzeinrichtungen genügen.
In modernen Anlagen der Hausinstallation werden heute für den Überstrom- und Kurzschlussschutz in Endstromkreisen ausschließlich Leitungsschutzschalter anstatt der früher üblichen Schraubsicherungen eingesetzt.Seit einigen Jahren halten auch im Bereich der Zählervorsicherungen selektive Leitungsschutzschalter Einzug.
Anstatt der vorher verwendeten unterschiedlichsten Zählertafeln, kann nun ein Einheitszählerplatz nach DIN 43870 eingesetzt werden. Bei diesen Zählerplätzen kommen generell SLS – selektive Hauptleitungs-Schutzschalter -zum Einsatz.
Damit kann auch die Anforderung aus der TAB 2007 unkompliziert erfüllt werden, dass grundsätzlich Selektivität zwischen den Überstrom-Schutzeinrichtungen in der Kundenanlage und denjenigen im Hauptstromversorgungssystem sowie den Hausanschlußsicherungen besteht.
Für den Kunden ergeben sich daraus im Fehlerfall einige Vorteile. Bei einem nicht dauerhaften anstehenden Fehler kann er den Hauptleitungs-Schutzschalter – kurz SH-Schalter – eigenhändig wieder einschalten. Die vorher gebräuchlichen Sicherungen im Hausanschlusskasten konnte der Laie nicht selbst austauschen. Das musste der Kunde vom Netzbetreiber oder einer beauftragten Elektrofachkraft gegen Bezahlung vornehmen lassen.

