Wirksam gegen Prüfungsangst

Atmen

Versuchen Sie tief und regelmäßig zu atmen. Da flache Atmung bei Angst ein Reflex ist, lässt richtiges Atmen im Umkehrschluss tatsächlich keine Angst zu. Ein kleiner Tipp: Wenn Sie sich zu blockiert für richtiges Atmen fühlen, versuchen Sie an etwas Schönes zu denken und sich viel frische Luft vorzustellen, die Sie mit vollen Zügen einatmen wollen. Fehlt Ihnen dazu die Phantasie, dürfen Sie immerhin tief seufzen – auch das kann helfen.

Positiv denken

Angst braucht Nahrung, und die besteht in ängstlichen Gedanken. Setzen Sie dem bewusste, positive Sprachbilder entgegen. Etwa: „Ich werde diese Prüfung bestehen. Ich habe viel gelernt. Ich bin ganz ruhig.“ Sprechen Sie diese Sätze (leise) zu sich selbst. Ohne Sie an dieser Stelle mit unnötiger Theorie belasten zu wollen, lässt sich das einleuchtend erklären: Der verbale Teil des Denkens der linken Gehirnhälfte kann das emotionale Denken der rechten Gehirnhälfte mit einfachen Sätzen beeinflussen. Wirkungslos sind allerdings Sätze mit einer Verneinung, wie: „Ich habe keine Angst.“

Locker machen

In Bedrohungssituationen sind alle Sinne (und die Muskeln) angespannt, um schnell reagieren zu können. In der Prüfung ist es jedoch nicht möglich, sich zu entspannen, umso mehr aber bei der Vorbereitung. „Machen Sie sich locker“, wenn Sie sich bei der Prüfungsvorbereitung durch Angstgefühle verkrampfen.

Bewegung fördert nicht nur das Aufnahmevermögen, sondern baut auch Angsthormone ab. Radfahren, Jogging oder ein Spaziergang sind genau das Richtige, wenn Sie bei der Prüfungsvorbereitung in Angst verfallen. Die „verlorene“ Zeit bedeutet nichts, da Sie danach nicht nur Ihre Angst besser unter Kontrolle haben, sondern ein wenig Abstand gewonnen und mit frischem Sauerstoff im Hirn umso besser weitermachen können.

Vor der Einnahme von Medikamenten bei Prüfungen ist grundsätzlich zu warnen. Angstgefühlen muss man auf andere Weise zuleibe rücken. Bei extremer Unruhe sind äußerstenfalls Naturmittel zu empfehlen, aber auch diese nur nach Absprache mit Ihrem Hausarzt!

Mut fassen

Mut ist der Feind jeglicher Angst. Machen Sie sich bewusst, dass (fast) niemand alles wissen kann, was in einer Prüfung von ihm verlangt wird.
Wenn Sie bei der Prüfungsvorbereitung merken, dass Sie Lücken haben, die sich nicht mehr füllen lassen, ist das noch lange kein Grund, vor Angst zu vergehen.
Erstens gibt es wohl kaum eine Prüfung, in der alles abgefragt wird, was Sie können sollen. Warum sollte gerade das, was Sie nicht beherrschen, drankommen? Und zweitens werden Sie eine Frage, die Sie nicht beantworten können, durch eine gründliche Beantwortung einer anderen Frage ausgleichen können.
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