Brandschutzschalter

Seit dem 1. Februar 2016 ist die aktualisierte Fassung der Norm DIN VDE0100-420 in Kraft. Sie verlangt für Niederspannungsanlagen erstmalig den Einsatz von „besonderen Maßnahmen zum Schutz gegen die Auswirkungen von Lichtbögen in Endstromkreisen“.
Im Kern geht es darum, Brände zu verhindern, die durch Fehlerlichtbögen ausgelöst werden können. Dieser Schutz lässt sich mit sogenannten Brandschutzschaltern erzielen

Eine zwingende Ausstattung mit Brandschutzschaltern besteht in den Endstromkreisen von:
- Schlaf- und Aufenthaltsräumen in Kindertagesstätten, Seniorenheimen und barrierefreien Wohnungen nach DIN 18040-2
- Räumen oder Orten mit Feuerrisiko durch verarbeitete oder gelagerte Materialien. Dazu zählen Papierfabriken, Druckereien, Schreinereien, Sägewerke oder auch Scheunen.
- Gebäuden, die überwiegend aus brennbaren Baustoffen bestehen, wie zum Beispiel Holzhäuser und Gebäude in Leichtbauweise (Fertighäuser)
- Einrichtungen mit unersetzbaren Gütern von hohem Wert wie Museen, Nationaldenkmäler, Laboratorien, Rechenzentren sowie andere öffentliche Gebäude (Bahnhöfe, Flughäfen und ähnliche).
In dreiphasigen Wechselspannungssystemen (Drehstromkreise) ist der Einbau von Brandschutzschaltern nach der Norm hingegen nicht vorgesehen.

Empfohlen ist der Einsatz in:
- Räumen mit Schlafgelegenheiten
- Räumen und Orten mit Feuer verbreitenden Strukturen
- Gebäuden, deren Form und Ausdehnung die Ausbreitung von Feuer erleichtert – beispielsweise durch den Kamineffekt bei Hochhäusern
- Gebäuden mit anlagentechnischen Einrichtungen wie Zwangsbelüftungen

Die Funktionsweise
Brandschutzschalter überwachen die Sinuswelle von Strom und Spannung. Werden ab einem Stromwert von 2,5 A charakteristische Strom- und Spannungsverläufe detektiert, die einen gewissen Energieinhalt mit Brandrisiko überschreiten und auf einen Fehlerlichtbogen als Folge einer schlechten Kontaktstelle hinweisen, schaltet der Brandschutzschalter den Stromkreis ab. Als Schwellwert für eine Abschaltung wird ein Energiegehalt von 450 Joule zugrunde gelegt. Dieser ist in der Lage, ein PVC-Kabel zu entzünden.
Jeder Abschaltung geht eine mikroprozessorgestützte Analyse voraus, bei der von der integrierten Software des Brandschutzschalters 120 verschiedene Parameter überwacht und ausgewertet werden.

Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.
Quelle: de.wikipedia.org

Selektivität

In der Praxis werden üblicherweise zwei oder mehrere Überstromschutzeinrichtungen in Reihe geschaltet. Tritt ein Fehler auf, darf nur die der Fehlerquelle unmittelbar vorgeschaltete Überstrom-Schutzeinrichtung ansprechen.

Unter Selektivität (gestuftes Absichern) versteht man die Fähigkeit des Schutzschalters zum Abschalten des Kurzschlusses, ohne dass die Vorsicherung mit anspricht.

Um ein gestuftes Absichern zu garantieren, müssen die Bemessungsströme der in Reihe geschalteten Überstrom-Schutzeinrichtungen im Verhältnis 1 : 1,6 stehen.

Beispiel für eine 16 A Schmelzsicherung:
16 A x 1,6 = 25,6 A, nächst größter Bemessungsstrom für Schmelzeinsätze 35 A.

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Quelle: de.wikipedia.org

TAB 2007

Die Technische Anschlussbedingungen (und Jahr des in Kraft tretens, also die TAB 2007 sind seit 2007 gültig.) legen die Bedingungen für den Anschluss und den Betrieb von Anlagen an das Niederspannungsnetz des Netzbetreibers fest. Sie sind für Anlagen anzuwenden, die neu an das Verteilungsnetz angeschlossen werden bzw. bei einer Erweiterung oder Veränderung einer Kundenanlage, s. hierzu auch Anwendungsregel (AR).

Wird zum Beispiel ein neues Haus gebaut und soll dieses einen eigenen Stromanschluss erhalten, kann in den TAB - vereinfacht ausgedrückt - der Elektroinstallateur ersehen, welche Sicherungen verwendet werden müssen, wie und wo Erdungskabel verlegt werden müssen und wie viele Verbraucher angeschlossen werden dürfen.
Diese Bestimmungen sollen einen störungsfreien Betrieb des Energienetzes des Versorgers garantieren. Bis heute konnte man sich auf keine bundesweite Regelung einigen. Jeder Betreiber hat daher seine eigenen Bestimmungen, die in der Regel auf der jeweiligen Website zur Verfügung gestellt werden.
Zu beachten ist, dass nicht die TAB des Versorgers gelten, von dem der Strom bezogen wird (offener Strommarkt), sondern die Bestimmungen des lokalen Verteilungsnetzbetreibers.

Der Verband der Netzbetreiber (VNB) gibt einen Musterwortlaut der TAB heraus, der von vielen Netzbetreibern mehr oder weniger abgewandelt wird (vgl hierzu auch die Zählerplatzlisten auf www. hager.de/zaehlerplatzlisten).

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Quelle: de.wikipedia.org

Anerkannte Regeln der Technik

Eine „Regel der Technik“ ist dann „anerkannt“, wenn die Mehrzahl der Fachleute, die diese „Regeln“ anzuwenden haben, von ihrer Richtigkeit überzeugt ist. Sie muss in der Praxis erprobt und bewährt sein. Maßgebend ist die vorherrschende Meinung, die sich in den Kreisen der Praktiker gebildet hat. VDE – Bestimmungen und Unfallverhütungs-Vorschriften nehmen Bezug auf die „Anerkannten Regeln der Technik“.

Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten.
Quelle: de.wikipedia.org

 

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