Systematisch zum Erfolg

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die Einfluss aufs Lernen haben: Das beginnt im Kopf (sprich: bei der eigenen Motivation), erstreckt sich auf das unmittelbare Arbeitsumfeld und letztlich spielt auch die körperliche Fitness eine nicht zu unterschätzende Rolle! Was in der Summe zum Lernerfolg führt, sind oft nur Kleinigkeiten. E-volution sagt Ihnen, was Sie unbedingt berücksichtigen sollten!
Gut starten
Geben Sie Trägheit keine Chance. Um in Bewegung zu kommen, wird große Kraft benötigt – auch bei geistiger Arbeit. Folgen Sie den „drei goldenen Gs“: Tun Sie alles Nötige möglichst gleich, ganz und gerne! Sie werden sehen: Nachdem Sie sich erst den Ruck gegeben haben, fällt es leichter, sich in die Aufgabe hinein zu versenken.

Dranbleiben
Ausdauer kann man nicht künstlich erzeugen. Aber es kann ungemein motivierend sind, sich bereits Erreichtes sichtbar vor Augen zu führen. Zum Beispiel, indem Sie auf Ihrem Stoffplan abhaken, was Sie bereits abgearbeitet haben.
Unterbewusstsein
Bewusstes und Unbewusstes wirken zusammen wie Essen und Verdauen. Deshalb sollten Sie Ihr erledigtes Tagespensum abends vor dem Zubettgehen noch einmal anhand vorliegenden Unterlagen durchdenken. Nicht um eine endgültige Ordnung zu erzwingen, sondern um den Stoff für die Verarbeitung im Unterbewussten aufzurufen.

Arbeitsraum
Die räumlichen Bedingungen sollten Sie nicht unterschätzen. Ein fester Arbeitsplatz, Ruhe, gute Belüftung und gute Beleuchtung sind wichtige Voraussetzungen für eine gute Arbeitsatmosphäre. Räumen Sie vor Beginn Ihrer Tätigkeit auf! In einem ordentlichen Umfeld ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst auch aufgeräumt sind, hoch.

Arbeitsfreude
Alles, was wir gerne tun, fällt uns leicht. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn wir mit innerem Widerwillen lernen, machen wir es uns unnötig schwer. Oft hat Unlust beim Lernen ihren Ursprung nicht im Lernstoff selbst sondern in anderen Lebensbereichen. Wenn Sie sich also schwer motivieren können, versuchen Sie möglichst umfassend, Störfaktoren zu erkennen und auszuräumen. Ist das im Einzelfall unmöglich, können Sie ein unabänderliches und vereinzeltes Problem auch versuchen zu verdrängen. Getreu dem Motto: „Daran kann ich jetzt nichts ändern, aber statt mich herunterziehen zu lassen, konzentriere ich mich aufs Lernen und vergesse das Thema für die Zeit.“ Das geht allerdings nur, wenn es sich um etwas Unabänderliches und Einzelnes handelt – sonst sollten Sie sich mit den Probleme auseinandersetzen und sie lösen!

Gelassenheit
Wirkliche Konzentration ist nur möglich, wenn Sie gelassen sind. Gelassenheit ist das Gegenteil von Verkrampfung. Machen Sie es sich bewusst, dass Sie sich selbst blockieren, wenn Sie alles auf einmal wollen und vor Angst oder übertriebenem Ehrgeiz in Hektik verfallen. Gehen Sie lieber spazieren, als in einen Lernkrampf zu verfallen. Wer ruhig und systematisch vorgeht, hat es nicht nötig, verkrampft zu arbeiten.
Erfolge feiern
Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas erreicht haben. Das gilt für größere genauso wie für kleinere Erfolge. An dieser Stelle wird manch einer einwenden: „Ich kann doch nicht jede Kleinigkeit, jedes Lernkapitel feiern.“ Aber genau das ist wichtig! Es geht darum, sich jeden Fortschritt bewusst zu machen. So haben Sie immer etwas, auf das sich hinzuarbeiten lohnt und Sie setzen gleichzeitig einen symbolischen Schlusspunkt unter jedes Kapitel, der das erworbene Wissen festigt.

Dabei sollte die „Erfolgsfeier“ angemessen sein: Für das Verstehen einer schwierigen Formel wäre ein Kinoabend etwas übertrieben. Vielleicht reicht eine Tasse Kaffee und ein Schokoriegel. Aber übergehen Sie den Erfolg nicht einfach! Unterschätzen Sie den Belohnungseffekt und den symbolischen Wert dieser (kleinen) Feiern nicht. Denn so gehen Sie auch motiviert an die nächste Aufgabe.
Ernährung
Essen Sie ausgewogen! Wer sich zu fettig, süß und kohlenhydratreich ernährt, setzt seine Konzentrationsfähigkeit aufs Spiel. Statt dessen lieber viel Eiweiß und Vitamine zu sich nehmen, z. B. in Form von Vollkornbrot, Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Eiern, leichtem Gemüse, Obst und Nüssen. Das ist leichter verdaulich und versorgt Körper und Geist besser mit den benötigten Nährstoffen. Achtung: Nicht zu viel Kaffee! Kaffee regt kurzfristig an, dann verhindert er einen gesunden Appetit, die Nahrungsaufnahme wird übersprungen und in Folge sinkt die Leistungskurve unmerklich.
Schlaf
Dauerhafter Schlafentzug tut niemandem gut. Achten Sie deshalb darauf, mindestens fünf bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht zu bekommen, auch wenn Sie ein ausgesprochener Nachtmensch sind. Finden Sie außerdem heraus, zu welcher Tageszeit Ihre Leistungsfähigkeit am höchsten ist. Stimmen Sie Ihr Leistungspensum darauf ab. So lernen Sie, wenn es Ihnen am leichtesten fällt – und haben dann Freizeit, wenn Sie sie am meisten brauchen. Die meisten Menschen arbeiten übrigens am besten direkt nach dem Aufstehen.


Pausen & Ausgleich
Niemand kann ununterbrochen durchpowern. Machen Sie regelmäßig kleine Pausen. Und bewegen Sie sich ein bisschen zum Ausgleich. Beim Ausgleich geht es um das Wechseln einer Tätigkeit nach einiger Zeit, um Abstumpfungserscheinungen vorzubeugen. Also Bewegung nach längerer geistigen Tätigkeit, mechanische Arbeiten nach Konzentrationsphasen. So beugen Sie aufkommendem Desinteresse vor und können nach der Pause wieder mit voller Konzentration loslegen. Wenn es irgendwie geht, planen Sie einen lernfreien Tag pro Woche fest ein.
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